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초록
Die Diskussion von Treue und Freiheit in der übersetzerischen Tätigkeit hat eine lange Tradition, in der sich alle Übersetzer darum bemühen, eine treue Übersetzung zu produzieren. In der vorliegenden Arbeit sind zunächst die wichtigsten Ansätze im Übersetzen von der Antike bis zur Gegenwart sorgfältig verfolgt worden. Hier stellt sich die Frage, ob es eigentlich eine treue Übersetzung im Sinne des ausgangssprachlichen Textes geben könnte. Die Antwort scheint sehr pessimistisch zu sein. Denn nach Breitinger soll die Übersetzung ein Konterfei des Originals sein. In der modernen Übersetzungswissenschaft strebt man nach der treuen Übersetzung. Aufgrund der unterschiedlichen Art der Äquivalenz und der Texttypen scheint es möglich, die beinah treue Übersetzung zu produzieren. Nida verwendet z. B. den Terminus Äquivalenz zur Wahrung von Inhalts- und Wirkungsgleichheit der Bibelübersetzung. Nidas dynamische Äquivalenz legt vor allem den Schwerpunkt auf die Ausgangstextanalyse und hier besonders auf syntaktische Bedeutungen. Die dynamische Äquivalenz ist also die eher abstrakte Forderung nach natürlicher Ausdrucksweise und Verständlichkeit, während die formale Äquivalenz auf lexikalisch- syntaktischer Ebene die größtmögliche Nähe hinsichtlich Sinn und Stil verlangt. Im Zusammenhang mit der treuen Übersetzung wird die Zeit von “la belle infidéle" angesprochen, in der man nach dem französischen Geschmack die freie Übersetzung gemacht hat. Im weiteren Sinne richtet sich diese Methode auch auf eine Art von treuer Übersetzung.