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예술동화 및 반동화로서 베르펠의 「악마 진」 고찰
초록
Traditionelle Märchenelemente im Volksmärchen werden im Kunstmärchen rezipiert, indem es diese Elemente adaptiert, parodiert, damit experimentiert oder ins Gegenteil verkehrt. Die Variation scheint sich in breitem Spektrum sehr facettenreich zu entfalten. In dieser Arbeit wird versucht, wichtige Merkmale des Kunstmärchens in Franz Werfels Der Dschin auszuführen und Werfels kritische Haltung gegenüber dem Ästhetizismus der Jahrhundertwende in Betracht zu ziehen. In der ersten Hälfte des Märchens folgt die Handlung dem typischen Schema und Figurencharakter des Volksmärchens. Nach einem Schiffbruch trifft der schöne Prinz Ghazanfar einen widerlichen, stinkenden Hund, der sich ihm selbst als ein verzauberter Prinz vorstellt und Ghanzanfar als seinen Erlöser begrüßt. Der Hund bittet ihn um den Kampf gegen den Teufel Dschin. Diese Bitte gewährt Ghazanfar ohne Zögerung und sagt: “Nichts Höheres kenne ich auf der Welt, als Unschönes in Schönes zu wandeln”. Hier gibt sich Ghazanfar als Ästhet zu erkennen, der den größten Wert auf die Schönheit legt. In der letzten Hälfte des Märchens, nämlich nach dem Beginn des Kampfes gegen den Dschin läuft die Handlung jedoch in eine unerwartete Richtung, weil der Dschin behauptet, Ghazanfar sei selbst verzaubert und sein eigentliches Wesen sei so widerlich und stinkend wie der Hund. Diese Worte zerstören Ghazanfars Gewissheit ein schöner Prinz zu sein und treiben ihn zur Verzweiflung und in den Wahnsinn. In einem Volksmärchen würde Ghazanfar den Dschin besiegen, den zum Hund verzauberten Prinzen erlösen und vielleicht mit vielen Schätzen in seine Heimat zurückkehren. Aber in Der Dschin stellt sich Ghazanfar nicht als ein derartiger Märchenheld, sondern als ein Verzauberter heraus. Er kann der Rolle des Erlösers nicht gerecht werden sondern braucht selbst einen Erlöser. Diese Verkehrung des Märchenhelden erweist sich als das markanteste der Merkmale für das Kunstmärchen, die das Gefüge und Wesen des Volksmärchens in Der Dschin zum Umstürzen bringen. Im tragischen Ende des Märchenprinzen findet sich Werfels Kritik auf den Ästhetizismus der Jahrhundertwende. Ghazanfar als Ästhet interessiert sich für die äußere Schönheit, während er die Stärkung seines Inneren vernachlässigt. Seine Seele ist so schwach und zerbrechlich, dass er der angeblichen Wahrheit über seine Identität nicht standhalten kann und daran zugrunde geht. In dieser Gestaltung des Märchenprinzen Ghanzanfar spiegeln sich die Ästheten der Jahrhunderwende, die sich mit Schönheit und Kunst beschäftigten und sich von der Wirklichkeit und vom Leben abwandten. Während sie vom ästhetischen Dasein träumten, setzte sich ihnen die Wirklichkeit als ein ungeheurer Gegner entgegen. Durch den 1. Weltkrieg, der als der in der Wirklichkeit verkörperte Dschin zu verstehen ist, mussten sie der Wahrheit, dass ihr ästhetisches Dasein nichts mehr als ein haltloser zerbrechlicher Schein ist, ins Auge sehen.
키워드
- 제목
- 예술동화 및 반동화로서 베르펠의 「악마 진」 고찰
- 제목 (타언어)
- Betrachtungen über Franz Werfels Der Dschin als Kunstmärchen und Antimärchen
- 저자
- 남정애
- 발행일
- 2014-03
- 저널명
- 독일어문학
- 권
- 22
- 호
- 1
- 페이지
- 103 ~ 123
- 언어
- KOR
- 출판사
- 한국독일어문학회
- 발행국가
- 대한민국
- 분량
- 21 페이지
- ISSN
- P 1229-1560